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Berlin | Lesedauer: ca. 6 Minuten | 1. Feb 2021

Tipps für das Vorstellungsgespräch

War Ihre Bewerbung erfolgreich folgt der nächste Schritt des persönlichen Vorstellungsgesprächs. Was dabei zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem Artikel. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

 

Gesprächstipp #1: Wählen Sie den richtigen Termin

Sollten Ihnen Alternativtermine angeboten werden, nehmen Sie den späteren Termin. Laut einer Studie der Psychologin Wändi Bruine de Bruin ist dies ähnlich wie bei Wettbewerben.(vgl. karrierebibel.de) Je länger der Wettbewerb voran geschritten ist, desto besser werden die Bewertungen. Dies kann man auch auf den Bewerbungsprozess adaptieren.
Haben vor Ihnen schon Kandidaten für die Stelle vorgesprochen, sind Ihre Chancen am Ende besser. Der Personaler hat bereits Vergleichsmöglichkeiten und kann so besser beurteilen und Kandidaten vergleichen. Der letzte Kandidat bleibt vermehrt in den Köpfen der Personaler, denn dieses Gespräch ist am frischsten.
Der optimale Tag für ein Vorstellungsgespräch ist der Donnerstag. Ein Freitag ist beispielsweise ungünstig, da die Gesprächspartner gedanklich schon im Wochenende sind.
Doch achten Sie auf ein pünktliches Erscheinen. Am besten erscheinen Sie 10 Minuten vor Ihrem vereinbarten Termin.

 

Gesprächstipp #2: Das Erscheinungsbild

Informieren Sie sich vor Ihrem Gespräch, welcher Kleidungsstil in der jeweiligen Branche üblich ist.
In einer Bank herrscht ein anderer Kleidungsstil als in einem Start-Up. So ist in der Finanz-Branche der klassische Anzug bzw. das Kostüm noch an der Tagesordnung. In einem Start-Up darf es gerne legerer zugehen.
Denn Sie möchten ja die Situation umgehen, weder overdressed noch underdressed zu sein. Ein gepflegtes Äußeres ist jedoch immer das A und O.
Als kleiner Extra-Tipp: Achten Sie vor allem auf gepflegte Hände und Schuhe. Dies sind die Feinheiten, auf die geachtet wird.

 

Gesprächstipp #3: Bleiben Sie authentisch

Ein Vorstellungsgespräch ist keine alltägliche Situation und daher ist es ganz normal, dass sich Nervosität bemerkbar macht.
Geben Sie diese Ihrem Gegenüber auch ganz offen zu. Sollten Sie im Gespräch den roten Faden verlieren oder gar ins Stottern geraten – keine Panik. Mit etwas Charme und einer ehrlichen Antwort á la „Entschuldigen Sie bitte, aber mir ist dieses Gespräch sehr wichtig und nun fehlen mir glatt die Worte…“ wird dies Ihre Chancen auf den Job nicht mindern.
Im Gegenteil: es zeigt menschliche Stärke und Authentizität.

Eine zu kühle Fassade kann auch gerne den Eindruck erwecken, dass Sie die Situation nicht ernst nehmen und keine Gefühle zulassen. Durch das Unterdrücken von Gefühlen kann es schnell passieren, dass Ihr Fokus nicht mehr auf dem Gespräch liegt, sondern nur noch beim Aufrechterhalten der vermeintlich lockeren Fassade.

 

Gesprächstipp #4: Körpersprache

Eine offene Körpersprache erweckt einen positiven Eindruck. Wählen Sie eine aufrechte Sitzhaltung und nutzen Sie ihre Hände. Durch Gestik und Mimik können Sie das Gesagte unterstreichen.
Achten Sie auch auf die Körpersprache Ihres Gegenübers und versuchen Sie die sogenannte Spiegeltechnik anzuwenden. Dabei wird das Verhalten des Anderen übernommen.
Wenn Ihr Gegenüber die Sitzposition ändert, tun Sie dies auch. Greift Ihr Gegenüber nach dem Glas Wasser, tun Sie es Ihm nach. Zwar nicht im selben Moment, aber mit einem kurzen Versatz. Dies erweckt das Empfinden der Ähnlichkeit und der Sympathie. Zusätzlich entspannt sich die Atmosphäre dadurch unterbewusst.

 

Gesprächstipp #5: Notizen machen

Nutzen Sie die Chance und machen Sie sich Notizen. So können Sie im späteren Verlauf des Gesprächs noch einmal gezielte Rückfragen stellen. Ebenfalls sind Notizen wichtig, um im Nachhinein das Gespräch nachzuvollziehen und mit anderen Vorstellungsgesprächen zu vergleichen.


Gesprächstipp #6: Rückfragen

Ein Vorstellungsgespräch dauert im Durchschnitt 45 Minuten. Meist hat es eine Struktur, die sich in 5 Schritte unterteilen lässt.

Nutzen Sie das Gespräch von Beginn an für einen Dialog und bereiten Sie Rückfragen vor. In jedem Vorstellungsgespräch wird die Frage kommen, ob es noch Rückfragen gibt. Hier sollten Sie bestenfalls bereits einige Fragen parat haben.
Rückfragen können sich aber auch erst im Verlauf des Gesprächs entwickeln.




Bereiten Sie Rückfragen zum angebotenen Job, zum Unternehmen oder auch zum allgemeinen weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses vor.

Und fragen Sie doch mal Ihr Gegenüber, warum er*sie in diesem Unternehmen arbeitet. Diese Antwort kann sehr aufschlussreich sein.



Gesprächstipp #7: Bedanken Sie sich für das Gespräch

Wenn das Gespräch positiv verlaufen ist und Sie mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch heraus gehen – bedanken Sie sich. Nicht nur persönlich im direkten Anschluss, sondern auch in einer folgenden Mail.
So können Sie sich für die Zeit und Aufmerksamkeit des Personalers bedanken und auch Ihre zwei bis drei wichtigsten Erkenntnisse des Gesprächs noch einmal hervorheben.
Der Personaler wird merken, dass Ihnen der Job wirklich wichtig ist und Sie bleiben präsent.


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